Zur Ausstellung
Die Sonderausstellung im Haus der Geschichte in Zusammenarbeit mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung widmet sich der Kindheit und Jugend zwischen dem „Anschluss“ Österreichs an Hitler-Deutschland und der Unterzeichnung des Staatsvertrags.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen unterschiedlicher Herkunft sowie deren Erinnerungsgegenstände: Sie bringen die Lebenswelten von damals auf persönliche und nachvollziehbare Weise näher.
Sie haben Bombenkrieg, Flucht, Verfolgung und den Verlust von Familienmitgliedern miterlebt. Unter dem NS-Regime sind sie mit der Utopie der „Volksgemeinschaft“ aufgewachsen – als Teil davon oder von ihr ausgegrenzt. Ihre Väter waren oft abwesend: Als Soldaten an der Front und in Gefangenschaft. Sie wurden in der Schule, bei der Hitlerjugend und beim Bund Deutscher Mädel indoktriniert und waren ein willkommenes Motiv für die Propaganda des „Dritten Reichs“. Sie erlebten als Jüdinnen und Juden die menschenunwürdigen Strapazen von Konzentrationslagern und Zwangsarbeit. Viele von ihnen wurden ermordet. Die Kinder der Kriegsgeneration mussten früh erwachsen werden und Verantwortung übernehmen. Ihre Spielräume waren begrenzt – und doch nutzten sie diese auf ihre Weise.
Die Sonderausstellung richtet sich besonders an Kinder und Jugendliche ab 13 Jahren: Auch wenn die Ereignisse und Verbrechen des Zweiten Weltkriegs bereits drei Generationen zurückliegen, wirken sie doch bis in die Gegenwart nach.
Information für Schulen:
Für Schulklassen ab der 3. Schulstufe bieten wir Vermittlungsprogramme zur Ausstellung an, alle Infos zu den Angeboten finden Sie hier.
Thementage Kinder des Krieges – Zeitzeug:innen erzählen
Parallel zur Sonderausstellung „Kinder des Krieges - Aufwachsen zwischen 1938 und 1955“ veranstaltete das Haus der Geschichte (HdG) gemeinsam mit dem Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung (BIK) am 7. und 8. Mai 2026 eine Tagung.
In Kooperation mit
