Stanze Museum

Erzählte Geschichte

Ab 10. September 2017 vermittelt das Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich neue Einblicke in die Geschichte Niederösterreichs im zentraleuropäischen Kontext. Bereits jetzt präsentiert die Institution, die sich als Ort der Diskussion und Begegnung versteht, Schätze der Zeitgeschichte. Unter dem Titel „Erzählte Geschichte“ kommen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu
Wort. Sie berichten von ihren Erlebnissen, die nicht in Vergessenheit geraten dürfen. 

Am Donnerstag, den 11. Jänner 2018 um 18.00 findet sich der beliebte Kammerschauspieler Peter Matić im Gespräch mit Reinhard Linke ein. Er erzählt unter anderem über seine Mitwirkung im Film „3. November 1918“ oder über seine Autobiographie „Ich sag’s halt: Erinnerungen“. Im Anschluss an das Gespräch liest der Kammerschauspieler Texte von Franz Theodor Csokor.

Im Film „3. November 1918“ spielt Peter Matić neben vielen namhaften Kolleginnen und Kollegen wie Fritz Muliar oder Hanns Obonya den Leutnant Vanini. Die Literaturverfilmung nach einem Roman von Franz Theodor Csokor unter der Regie von Edwin Zbonek aus dem Jahr 1965 beschreibt die letzten Tage des Ersten Weltkriegs in einem Schutzhaus in den Kärntner Karawanken, das zum Lazarett umfunktioniert worden ist.

13. Dezember 2017 - Wolfgang Glück

Am Mittwoch, den 13. Dezember 2017 um 18.00 hat das Gespräch von Regisseur Wolfgang Glück mit Reinhard Linke ein statt. Seine Erlebnisse zur Zeit des Nationalsozialismus hat der 1929 geborene spätere Theater- und Filmemacher unter anderem in dem Film „38 – Auch das war Wien“ verarbeitet. Bekannt wurde der heute 87-Jährige unter anderem durch seine Verfilmung „Der Schüler Gerber“ nach dem gleichnamigen Roman von Friedrich Torberg. Die Produktion von 80 abendfüllenden Spielfilmen, 400 Fernseharbeiten und 100 Theaterinszenierungen waren von der Begegnung mit faszinierenden Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts begleitet.

22. Juni 2017 - Käthe Sasso

Schon vor der Eröffnung am Donnerstag, den 22. Juni 2017 um 18.00 war die Widerstandskämpferin Käthe Sasso zu Gast.
Im Gespräch mit Reinhard Linke (ORF Niederösterreich) erklärt die Zeitzeugin, wie schnell eine Demokratie ins Wanken gerät. Im März 1926 geboren, schloss sie sich bereits als 15-jähriges Mädchen der Widerstandsgruppe Gustav Adolf Neustadl an und wurde 1942 von der Gestapo festgenommen. Nach einer Inhaftierung im Konzentrationslager Ravensbrück gelang ihr beim Todesmarsch im April 1945 die Flucht. Seitdem setzt sich die heute 91-Jährige unermüdlich für das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und für Frieden und Demokratie ein.

>>Käthe Sasso zum Nachhören

 

 

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