Museum als Zoo

Das Museum als Zoo

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Museum Museum Niederösterreich Familien Individualbesucher

Einführung / Kurzbeschreibung

Lernen Sie rund 40 lebende, einheimische Tierarten kennen, die im Museum Niederösterreich in Aquarien, Formicarien und Terrarien gehalten werden.

Im 125.000 Liter fassenden großen Donaubecken glauben manche Besucherinnen und Besucher einen Hai zu sehen, einen Fisch mit asymmetrischer Schwanzflosse. Doch bei genauem Hinsehen ist der „Hai“ ein Waxdick, ein Vertreter der Störe, der früher auch in Niederösterreich lebte.

Der Waxdick ist eine von rund 40 Tierarten, die im Museum Niederösterreich gepflegt werden. Darunter befinden sich auch gefährdete Arten. Manche Tiere werden seit Jahren erfolgreich nachgezüchtet und ausgewildert, z.B. Zauneidechsen, Äskulap-, Ringel- und Würfelnattern. Das Museum Niederösterreich leistet somit einen Beitrag zur Erhaltung dieser Arten.

Seit 2002 besitzt das Museum die Betriebsbewilligung als Zoo. Strenge Auflagen sind damit verbunden, unter anderem die Anstellung ausgebildeter Tierpflegerinnen und Tierpfleger, regelmäßige Tierarzt-Visiten oder die Führung von Zuchtbüchern.

Der Nahrungsbedarf der gehaltenen Tiere ist übrigens beträchtlich. Jährlich werden 150 kg Futterfische, 30.000 Heuschrecken und 50 kg Mehlwürmer verfüttert.

Mehr Informationen zu den Tieren im Museum Niederösterreich gibt es auch am MuseumsBLOG

Empfohlene Aufenthaltsdauer

Haus der Natur

Kalender

Veranstaltungshighlights 

Öffnungszeiten

Di bis So, Feiertage 9.00 – 17.00
Mo (exkl. Feiertage) geschlossen
Schulklassen nach Voranmeldung ab 8.00

Eintrittspreise

Erwachsene: EUR 10,00
Ermäßigt: EUR 9,00
7 – 18 Jahre: EUR 5,00
Familie: EUR 20,00

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Anfahrt

Museum Niederösterreich
Kulturbezirk 5
3100 St. Pölten

Kontakt

NÖ Museum Betriebs GmbH
Museum Niederösterreich
T +43 2742 90 80 90
F +43 2742 90 80 91

Buchung

Martina Deinbacher & Marion Dvorak
Besucherservice
T +43 2742 90 80 90-998
F +43 2742 90 80 99

Programm

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Insekten

Kleine Rote Waldameise

(Formica polyctena)

Seit 2009 bevölkern Waldameisen das Museum Niederösterreich. Die tief im Nest lebende Ameisenkönigin produziert seither ständig Arbeiterinnen, unfruchtbare Weibchen, die Futter suchen, Larven pflegen oder das Volk verteidigen. Die Ameisen werden in offenen Behältern gehalten, aus denen sie trotz ihres Klettervermögens nicht entwischen können. Welchen Trick wir dabei anwenden? Dies bleibt unser Geheimnis! Die Waldameisen im Museum Niederösterreich sind Tiere für BesucherInnen mit Muße. Zum Beobachten setzt man sich am besten vor den Ameisenhaufen. Bequeme Leihsessel dafür gibt es an der Kassa.

  • Waldameisen © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

  • Formicarium © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Monika Schaar

  • Ameisen © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

Fische

Hecht

(Esox lucius)

Hechte suchen gern die Deckung. Wird das große Donaubecken mit frisch geschnittenen Zweigen ausgestattet, kann man dieses Verhalten an unserem Hecht beobachten. Er verlässt seinen angestammten Standplatz und verschwindet im Pflanzendickicht. Dank seines hell-dunklen Fleckenmusters ist der große Fisch mit dem Entenschnabel dann bestens getarnt und nahezu unsichtbar. Das Muster auf Schwanzstiel und Afterflosse ist für einzelne Hechte übrigens so einzigartig wie der Fingerabdruck für den Menschen.

  • © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Helmut Lackinger

    Hecht © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

  • Hecht © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Monika Schaar

  • Hecht © NÖ Museum Betriebs GmbH

Karpfen

(Cyprinus carpio)

Gleich mehrere Karpfen ziehen ihre Bahnen durch das größte Aquarium des Museums. Dabei fallen Tiere mit besonders hohem Rücken und nahezu schuppenlosem Körper auf. Dies sind Zuchtformen des Wildkarpfens, so genannte Spiegelkarpfen. Zwecks einfacherer Zubereitung wurde den Karpfen im Lauf der Jahrhunderte das Schuppenkleid „weggezüchtet“. Die Karpfenzucht spielt in Niederösterreich seit dem Mittelalter eine große Rolle. Noch heute prägen Fischteiche das Landschaftsbild des Waldviertels.

  • © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

    Karpfen © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

  • © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

    Aquarium © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

  • © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Andreas Gießwein

    Karpfen läßt sich von unserer Tierpflegerin füttern © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Andreas Gießwein

Wels

(Silurus glanis)

Trotz ihrer beachtlichen Größe sind die Welse im großen Donaubecken des Museums nicht leicht zu entdecken. Bewegungslos ruhen sie tagsüber im Dämmerlicht des Aquariums. Welse sind nachtaktiv. In der Dunkelheit verlassen sie sich auf ihren Tastsinn, ihr Riechvermögen, ihr Gehör und auf Elektrorezeptoren, mit denen sie ihre Beute aufspüren. Die winzigen Augen spielen als Sinnesorgane nur eine geringe Rolle.

  • Wels © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

  • Wels © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Bianca Gramm

Amphibien

Europäischer Laubfrosch

(Hyla arborea)

Das Erstaunen ist groß, hat man die grasgrünen Laubfrösche endlich entdeckt. Diese Frösche sitzen nicht unten im Wasser, sondern oben auf den Pflanzen, manchmal sogar an den Glasscheiben des Terrariums! Dank ihrer Haftscheiben an den Finger- und Zehenspitzen und dank ihrer feuchten Bauchhaut kleben die Tiere absturzsicher nahezu auf jedem Untergrund. Mindestens einmal im Jahr müssen jedoch auch Wasserfrösche ins Wasser, nämlich zur Paarung und zur Eiablage.

  • © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

    Laubfrosch Nahaufnahme © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

  • © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

    Laubfrosch mit Mehlwurm © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

  • © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

    Laubfrosch © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

Reptilien

Äskulapnatter

(Zamenis longissimus)

Äskulapnattern können hervorragend klettern. Die Schlangen im Museum nutzen diese Fähigkeit, um ihre hoch gelegenen Ruheplätze unter den Wärmelampen aufzusuchen. Dank ihres Klettervermögens erreichen Äskulapnattern auch Vogelnester in schwindelnder Höhe. Jungvögel zählen zu ihrer Beute, die sie umschlingen und dabei erdrücken. Wer Würgeschlangen sehen möchte, kann eine Fernreise in die Tropen buchen. Es genügt aber auch ein Besuch im Museum Niederösterreich!

  • Äskulapnatter © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Monika Schaar

  • Äskulapnatter Nahaufnahme © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

  • Äskulapnatter © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

Europäische Sumpfschildkröte

(Emys orbicularis)

Österreichweit findet sich allein in den niederösterreichischen Donauauen eine überlebensfähige Population von Europäischen Sumpfschildkröten. Nur hier kommen ausreichend Junge zur Welt, um einen Fortbestand zu sichern. Die Besucherinnen und Besucher des Museums sehen also einen echten Schatz der einheimischen Tierwelt, wenn sie die Schildkröten im Teich des Museumsgartens beobachten! Die Tiere sind nicht nur im Wasser äußerst wendig. Fotos und Berichte belegen, dass die vordergründig plump wirkenden Geschöpfe sogar Gartenzäune überklettern können.

  • Sumpfschildkröten Nahaufnahme © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Daniel Hinterramskogler

  • Sumpfschildkröten in der Sonne © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Katharina Zmeck

  • Naturbereich Sumpfschildkroete © NÖ Museum Betriebs GmbH. Foto: Theo Kust

Kreuzotter

(Vipera berus)

Aktuell ist die Kreuzotter die einzige Giftschlangen-Art Niederösterreichs. Der Giftbiss ist schmerzhaft, das Gift wirkt vor allem auf Blut und Blutgefäße. Biss-Unfälle bei Menschen sind jedoch selten und verlaufen kaum jemals tödlich. Dennoch ist Vorsicht geboten und nach einem Biss ein Arztbesuch unbedingt empfohlen. Kreuzottern sind höchst unterschiedlich gefärbt. Das Museum Niederösterreich zeigt ein graubraunes Tier mit dem charakteristischen dunklen Zick-Zack-Band auf dem Rücken.

  • Kreuzotter © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

  • Kreuzotter Nahaufnahme © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust

  • Kreuzotter © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Monika Schaar

Zauneidechse

(Lacerta agilis)

Zauneidechsen haben im Museum Niederösterreich bereits mehrmals für Nachwuchs gesorgt. Nach der Paarung und nach einer Tragzeit von fünf Wochen vergraben die Weibchen fünf bis zehn Eier an warmen, sandigen Stellen. Als begehrte Beute müssen die jungen Eidechsen von Beginn an auf der Hut sein. Frisch geschlüpft werden sie auch von ihren eigenen Eltern gefressen. Aus diesem Grund wird der Nachwuchs unserer Zauneidechsen getrennt von den Erwachsenen groß gezogen.

  • Zauneidechse © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Monika Schaar

  • Zauneidechse © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Monika Schaar 

  • Zauneidechse © NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Monika Schaar

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© NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Helmut Lackinger
© NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust
© NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust
© NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Andreas Gießwein
© NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust
© NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust
© NÖ Museum Betriebs GmbH, Foto: Theo Kust