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VORSCHAU: I wer' narrisch! Das Jahrhundert des Sports

13. März 2021 – 9. Jänner 2022

Packende Zweikämpfe, Freude an der Bewegung oder Mitfiebern vor dem Bildschirm – Sport begeistert auf viele Arten. Seit einem Jahrhundert formt und verändert Sport unsere Gesellschaft, ob es um unser Körperbild geht, das Konzept von „Fairness“ und „Wettbewerb“ oder die kollektive Erinnerung an sportliche Erfolge. In fünf Themenbereichen beleuchtet die Ausstellung ein Jahrhundert der Sportbegeisterung und lädt die Besucherinnen und Besucher ein, selbst aktiv zu werden.

In den 1920er-Jahren wird Sport zum Massenphänomen. Der Achtstundentag bringt mehr Freizeit und ermöglicht es mehr Menschen, Sport zu betreiben. Das neue Radio überträgt Wettkämpfe ins Wohnzimmer, der sportliche Körper wird zum viel fotografierten Schönheitsideal. Sport dient der Gesundheitspolitik, wird aber auch von autoritären Regimen politisch instrumentalisiert: In vielen der neu entstandenen Vereine entscheiden Herkunft und Geschlecht, wer zur Sportgemeinschaft gehört – und wer nicht. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg setzt sich ein liberaleres Verhältnis zum Sport durch. In den folgenden Jahrzehnten ergänzen Fitnesswellen und Trendsportarten die traditionellen Disziplinen. Heute sind es Fernsehen und Internet, die den Kampf um Rekorde in Szene setzen und ein Millionenpublikum unterhalten. Nicht zuletzt deshalb ist Sport mittlerweile auch ein großes Geschäft.

Die Sportbegeisterung geht stets weit über die aktiven Athletinnen und Athleten hinaus: In Stadien bejubeln Zehntausende die Wettkämpfe der Stars. Im Spitzensport wird der Überwindung der körperlichen Leistungsgrenze nachgejagt. Sport bedeutet aber auch Gemeinschaft und Zusammenhalt, sei es im Sportverein oder im Fanclub.

Sport heißt vor allem, selbst aktiv zu werden. Daher lädt ein Drittel der Ausstellungsfläche die Besucherinnen und Besucher ein, vollen Einsatz zu zeigen: Sieben Mitmachstationen, die gemeinsam mit dem Sportland Niederösterreich konzipiert wurden, stellen Geschick und sportliches Talent auf die Probe.

Kurator*innen: Bernhard Hachleitner, Christian Rapp, Benedikt Vogl und Andrea Thuile

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