Objekt des Monats

Objekt des Monats

Das Museum Niederösterreich zeigt im Foyer das „Objekt des Monats“. Dabei handelt es sich um sehr unterschiedliche Dinge wie Neuigkeiten, Aktuelles, Kurioses, alle haben aber jeweils einen direkten Bezug zu Inhalten des Museums oder ergänzen diese. 

Erste Österreichische Wetterkarte | März 2017

Schon 1816 erstellte der deutsche Physiker Heinrich Wilhelm Brendes Wetterkarten auf denen Hoch- und Tiefdruckgebiete erkennbar waren. Für eine Wettervorhersage waren sie aber wertlos, da sich das Wetter schneller änderte, als die Daten übermittelt werden konnten. Erst die Entwicklung des Telegrafen durch Samuel Morse im Jahr 1843 machte einen schnellen Datenaustausch zwischen den meteorologischen Stationen möglich.

Karl Kreil, der erste Direktor der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), damals noch k.k. Central-Anstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus, förderte die junge Wissenschaft der Wettervorhersage. Basierend auf seinen in der gesamten Monarchie eingerichteten meteorologischen Beobachtungsstationen und der schnellen Datenübermittlung durch Telegrafen, wurde allmählich ein erstes Netzwerk zum Austausch meteorologischer Daten und einfacher Prognosen aufgebaut.

1. Juli 1865: Erste österreichische Wetterkarte

Am 1. Juli 1865 wurde nun die erste regelmäßige Wetterkarte der ZAMG für die gesamte Monarchie erstellt. Sie enthielt unter anderem Linien der Abweichung des Luftdrucks und der Temperatur vom Normalwert und den Himmelszustand.

Bis ins 20. Jahrhundert Basis für Vorhersagearbeit

In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Zahl der Wetterstationen deutlich und die Methoden zur Analyse und Prognose wurden erweitert. Bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war das Zeichnen der Wetterkarte und damit das Bestimmen des aktuellen Wetterzustandes eine Grundlage der meteorologischen Vorhersagearbeit. Heute liefern automatische Wetterstationen, Radar, Satelliten und hochkomplexe Wettermodelle rund um die Uhr Wetterdaten und hochwertige Vorhersagen für die nächsten Stunden und Tage für unterschiedliche Regionen und Nutzer.

Mehr Informationen finden Sie dazu auch in unserem MuseumsBLOG

 

Text: Dr. Christa Hammerl (ZAMG, Kuratorin der Ausstellung „Gewaltig! Extreme Naturereignisse“)

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