Plan

Idee & Konzept

Das Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich ist ein offenes Forum, in dem einander Wissenschaft und Öffentlichkeit begegnen, ein Ort der Darstellung neuer Erkenntnisse, der Diskussion und Verhandlung von Geschichte sowie der Hinterfragung historischer Mythen. Als innovatives Museum ist das Haus der Geschichte Teil eines Netzwerkes niederösterreichischer Sammlungen, Archive und Museen, lokaler Initiativen, universitärer und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen, von EinzelforscherInnen und Landeseinrichtungen sowie eine Serviceeinrichtung an der Schnittstelle zwischen Forschung und Vermittlung.

Als historisches „Kernland“ Österreichs spielte Niederösterreich über die Jahrhunderte eine besondere Rolle. Inhaltlich steht die Geschichte Niederösterreichs, Österreichs und Zentraleuropas von der ersten Besiedlung bis in die Gegenwart im Mittelpunkt, wobei der Schwerpunkt der Präsentation auf der Zeit ab Mitte des 19. Jahrhunderts liegt.

Eine lange verfolgte Idee wird zu einem spannenden neuen Projekt – Niederösterreich erhält ein Haus der Geschichte. „Die Geschichte Niederösterreichs ist untrennbar mit jener Österreichs und den großen Ereignissträngen in der zentraleuropäischen Region verbunden. Im Haus der Geschichte entsteht ein völlig neuer Raum, in dem Geschichte veranschaulicht und lebendig vermittelt wird. Wir erfüllen damit einen kulturellen und demokratiepolitischen Bildungsauftrag“, so Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.

Bereits 2014 begann ein internationaler wissenschaftlicher Beirat mit 95 namhaften Persönlichkeiten die konzeptionelle Arbeit am Haus der Geschichte. Die erarbeiteten Leitlinien sind das Fundament seiner Umsetzung in den großen Bereichen Ausstellung, Service sowie Forschung. Der Fachbeirat steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner und seinem Stellvertreter, Gen.-Dir. Univ.-Doz. Dr. Wolfgang Maderthaner.

Im Herbst 2015 nahmen die Ausstellungsarchitekten, nach einem geladenen Bieterwettbewerb, und das Grafikerteam ihre Arbeiten auf. Ab 10. September 2017 steht das Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich den BesucherInnen offen.

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Der Fachbeirat

Seit Herbst 2014 arbeitet ein internationaler wissenschaftlicher Beirat an den Grundlagen für die Umsetzung der Dauerausstellung im Haus der Geschichte. An die 95 Fachleute aus den unterschiedlichsten Institutionen und Fachgebieten entwickelten die wesentlichen Leitlinien und Themen der Dauerausstellung. Diese bilden seit dem Herbst 2015 die Grundlage für deren Umsetzung. Die Koordination der wissenschaftlichen Arbeiten im Fachbeirat obliegt Mag. Philipp Lesiak vom Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung, Wien-Raabs.

Den Vorsitz im internationalen wissenschaftlichen Beirat führt Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner, Leiter des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung und einer der renommiertesten Historiker Österreichs. Er ist zudem Vorstand des Instituts für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte der Karl-Franzens-Universität Graz.Stefan Karner hat in Niederösterreich mehrere Groß-Ausstellungen geleitet wie „Menschen nach dem Krieg“ (1995), die Staatsvertrags-Ausstellung „Österreich ist frei“ (2005), beide auf der Schallaburg, sowie die erste grenzüberschreitende Niederösterreichische Landesausstellung „Österreich – Tschechien“ (2009) in Horn, Raabs und Telč.

Der stellvertretende Vorsitzende im Beirat ist Univ.-Doz. Dr. Wolfgang Maderthaner, Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs. Er zählt zu den renommiertesten Forschern auf dem Gebiet der Geschichte der österreichischen Arbeiterbewegung sowie der jüngeren Geschichte der Stadt Wien. 

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Bild von Gen.-Dir. Univ.-Doz. Dr. Wolfgang Maderthaner zum Download

Projektleitung

Das Projekt Haus der Geschichte Niederösterreich geht auf den Beschluss der Sammlungsstrategie der Landessammlungen Niederösterreich durch den Niederösterreichischen Landtag am 14. April 2014 zurück. Zur Koordination und Steuerung der an den inhaltlichen Arbeiten beteiligten landesinternen Abteilungen und Einrichtungen, dem Museum Niederösterreich, der Donau-Universität Krems sowie dem Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung wurde von der Abteilung Kunst und Kultur im Amt der NÖ Landesregierung eine Projektleitung eingesetzt. Dieser Funktion kommt darüber hinaus die Aufgabe zu, als Ansprechstelle die vielfältigen Projekte und Vorschläge im Umfeld des Hauses des Geschichte zu koordinieren.

Projektauftraggeber:

Land Niederösterreich, Leiter der Gruppe Kultur, Wissenschaft und Unterricht, sowie Leiter der Abteilung Kunst und Kultur des Amtes der NÖ Landesregierung


Projektleiter:

Land Niederösterreich, Fachbereichsleiter Sammlungen Niederöstereich der Abteilung Kunst und Kultur des Amtes der NÖ Landesregierung und Leiter des Zentrums für Museale Sammlungswissenschaften der Donau-Universität Krems

Umsetzungsgruppe Haus der Geschichte Niederösterreich

Seit der Vorlage des wissenschaftlichen Feinkonzeptes des internationalen Beirates arbeitet ein Umsetzungsteam an der Realisierung der Dauerausstellung: Diese Gruppe aus HistorikerInnen, MuseologInnen und KulturvermittlerInnen (teilweise gebildet aus dem Beirat), aus den Grafikern und Architekten, wird angeführt von Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner und Gen.-Dir. Univ.-Doz. Dr. Wolfgang Maderthaner. Im Team arbeiten

Mag. Christoph H. Benedikter, Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung
Mag.ª Abelina Bischof, BA, Zentrum für Museale Sammlungswissenschaften Donau-Universität Krems
Dr. Stefan Eminger, NÖ Landesarchiv
Mag. Dr. Johannes Kritzl, Museum Niederösterreich
Mag. Armin Laussegger, MAS, Abteilung Kunst und Kultur des Amtes der NÖ Landesregierung
Mag. Philipp Lesiak, Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung
MMag.ª Sabine Nachbaur, Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung
Dr. Christian Rapp, rapp&wimberger Kultur- und Medienprojekte
Ing. Mag. Philip Szikszay, Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung
Mag. Benedikt Vogl, BA, Zentrum für Museale Sammlungswissenschaften Donau-Universität Krems

Als Ausstellungsarchitekten arbeiten die Architekten des Büros PLANET Architects:
DI Gerhard Abel
DI Oliver Cmyral

Als Ausstellungsgrafiker fungieren die Grafiker von perndl+Co Design:
Mag. Gerhard Bauer
Mag. Roland Hörmann

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