Pflanzen in der kalten Jahreszeit

© Natur im Garten, Foto: Alexander Haiden
Draußen hält Väterchen Frost noch alles in seiner eisigen Umklammerung – doch es macht Sinn, schon jetzt an die neue Gartensaison zu denken.
Gerade im Bereich des Gemüseanbaus auf Beeten und Hochbeeten macht sich eine sorgfältige Planung und Vorbereitung bezahlt.  



Bunt gemischt – aber wohl überlegt
Mischkultur und Fruchtfolge: Das sind zwei Schlagworte, die aus dem naturnahen Gemüsegarten nicht wegzudenken sind. Der Mischkultur liegt zugrunde, dass sich manche Pflanzen im Wachstum positiv beeinflussen, in der Widerstandsfähigkeit stärken oder sich gegenseitig die Schädlinge abhalten. Deshalb werden die Gemüse in bunter – aber wohlüberlegter – Mischung angebaut. Benachbarte Pflanzen tauschen so Substanzen aus und fördern damit Gesundheit, Ertrag und Geschmack der Früchte.
© Natur im Garten
Alexander Haiden

Die Fruchtfolge bezieht sich auf den jährlichen Wechsel von Starkzehrern (z.B. Kürbis, Paradeiser, Gurken oder Sellerie), Mittelzehrern (z.B. Spinat, Salat, Zwiebel oder Karotten) und Schwachzehrern (z.B. Erbsen und Bohnen oder Kräuter). Dieser Wechsel beugt Bodenmüdigkeit vor und lässt uns das Nährstoffangebot des Bodens optimal nutzen. Pflanzen aus der gleichen Familie sollten nicht zu lange auf einem Beet stehen, da die Krankheitsanfälligkeit dadurch steigt.

Plan als Gedächtnisstütze
So viele Kulturen und Abfolgen, da könnte man ganz schön durcheinander kommen. Warum also nicht einfach einen Kulturplan erstellen? So erhalten Sie zeitgerecht einen guten Überblick, wann Sie welche Kulturen anbauen wollen, welche Pflanzen Sie vielleicht selbst vorziehen können, bzw. welches Saatgut Sie noch benötigen. Und Sie können später noch ganz einfach nachvollziehen, wie die bisherige Kulturplanung verlaufen ist.


 
Veranstaltungs-Tipp
Frühlingserwachen im Landesmuseum Niederösterreich!

Dieses Naturgartenfest der Aktion „Natur im Garten“ am 28. Jänner 2012 steht schon ganz im Zeichen des Frühlings. 
Bei freiem Eintritt warten im Landesmuseum Niederösterreich von 11.00 bis 18.00 Uhr Vorträge von Gartenprofis, Gartenberatung, Verkostung, Gartenbetriebe und ein abwechslungsreiches Kinderprogramm. Schauen Sie vorbei!




Haben Sie Fragen zum Gemüseanbau, zum Naturgarten oder zum Frühlingserwachen im Landesmuseum?  Das NÖ Gartentelefon 02742/ 74 333 berät Sie gerne! Weitere Informationen auch unter www.naturimgarten.at.

Jetzt noch den Frühling pflanzen!
© Natur im Garten,
Foto: Alexander Haiden

Schon macht sich Väterchen Frost im Garten breit – doch wenn der Boden nicht durchgefroren ist können Sie jetzt noch mit Zwiebel- und Knollenpflanzen die Farbenpracht für den kommenden Frühling setzen! Ob im Staudenbeet, unter Sträuchern oder im Topf als Blickfang im Eingangsbereich: Plätze für die bunten Frühlingsboten gibt es viele. Mit wenig Aufwand lassen sich tolle und farbenprächtige Ergebnisse erzielen. Noch dazu sind die nektarreichen Blüten eine willkommene Nahrung für Insekten, die zeitig im Jahr noch wenig Auswahl auf ihrem Speiseplan haben.

„Wilde“ Gesellen
Vielleicht sind Sie im Zusammenhang mit dem Thema Blumenzwiebel schon einmal auf das Wort „Verwildern“ gestoßen. Im naturnahen Garten ist diese Verwendungsmöglichkeit ein Muss, eröffnet sie doch wunderschöne Einblicke und Möglichkeiten für Veränderung. Man versteht darunter, dass sich die Pflanzen selbst in einem gewissen Rahmen im Garten ausbreiten dürfen. Dies geschieht durch Selbstaussaat oder durch die Bildung von Tochterzwiebeln. Geeignete Standorte dafür sind Wiesen und Rasenflächen oder Bereiche unter Baumgruppen und Hecken. Grundsätzlich sollte die Fläche extensiv genutzt werden, um die Blumenzwiebel- und Knollenpflanzen nicht in ihrer Entwicklung zu stören.
© Natur im Garten,
Foto: Alexander Haiden
So geht´s!
Haben Sie einen Platz in der Wiese gefunden, an dem Sie Frühlingsblüher, wie etwa den Krokus, ansiedeln wollen, nehmen Sie eine Handvoll der Knollen und werfen Sie diese locker auf die geplante Fläche aus. Dort (mit der spitzen Seite nach oben) eingepflanzt, ergibt sich dadurch ein sehr natürliches und harmonisches Bild.
Für eine Blütenkomposition im Topf füllen Sie diesen erst mit einer Schicht Kies als Drainagematerial. Darüber kommt ein Vlies und eine Mischung aus 1/3 guter Gartenerde, 1/3 Sand und 1/3 Kompost. Jetzt sind Ihrer Phantasie (fast) keine Grenzen gesetzt: Wie wäre es mit einer Kombination aus Traubenhyazinthen, Schachbrettblume und Wildtulpen?
Setzen Sie immer so, dass die Zwiebeln und Knollen doppelt so tief in der Erde sitzen wie sie hoch sind. Viel Freude beim Pflanzen!


Empfehlenswerte Vorfrühlingsblüher:
Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) – zum Verwildern geeignet
© Natur im Garten,
Foto: Alexander Haiden
Krokus (Crocus sp.) – zum Verwildern geeignet
Blausternchen (Scilla siberica) – zum Verwildern geeignet
Winterling (Eranthis hyemalis) – zum Verwildern geeignet


Empfehlenswerte Frühlingsblüher:
Tulpen Wildformen (Tulipa spp.)
Narzissen in Sorten (Narcissus pseudonarcissus)
Traubenhyazinthen (Muscari racemosa) – zum Verwildern geeignet
Schachbrettblume (Fritillaria meleagris) – zum Verwildern geeignet

Haben Sie Fragen zum Naturgarten? Das NÖ Gartentelefon 02742/ 74 333 berät Sie gerne! Weitere Informationen auch unter www.naturimgarten.at.
Übrigens am Samstag, 28. Jänner 2012 ist im Landesmuseum Niederösterreich das Naturgartenfest!
Bis dahin können Sie bei den Adventmärkten den „Natur im Garten“-Beratungsstand vor Ort konsultieren: 
19. und 20.11.2011: Schiltern im Advent, Erlebnisgärten Kittenberger
26. und 27.11.2011: Musikalischer Advent, Erlebnisgärten Kittenberger
2. und 3.12.2011: „So schmeckt Niederösterreich“ Adventmarkt, Palais Niederösterreich


TIPP:
Praktische Gartentipps zu verschiedenen Naturgarten-Themen gibt es nun auch auf YouTube. Die Reihe „Naturgarten kurz erklärt“ behandelt alle wichtigen Naturgartenelemente, aktuell gibt es sieben Folgen. Die Expertinnen und Experten der Aktion „Natur im Garten“ geben dabei hilfreiche Tipps für die Umsetzung im eigenen Garten. Klicken Sie auf www.youtube.com/naturimgarten und erfahren Sie alles über die Vielfalt der Obstbäume und Beeren, die Mischkultur, den Komposthaufen oder das Mulchen.

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