© NÖ Museum Betriebs Gmbh, Fotos: ZAMG/Hohenwarter

Klima Extrem

Extreme Witterung und der Klimawandel

Hitzewellen, Dürreepisoden, Eisstöße, Stürme und Starkniederschläge - wer hat noch nicht davon gehört? Durch die globale Erwärmung werden extreme Wetterereignisse häufiger auftreten und auch intensiver ausgeprägt sein. Speziell solche Ereignisse die stark durch die Lufttemperatur oder der Wassertemperatur der Ozeane beeinflusst werden sind davon betroffen.

So werden gemäß dem letzten Klimabericht des Weltklimarates Hitzewellen und Trockenepisoden in Mitteleuropa mit großer Sicherheit an Länge und Intensität zunehmen. Gleichzeitig sollen Niederschläge seltener, aber aufgrund der höheren Luftfeuchtigkeit, intensiver ausfallen. Wie kommt man zu diesen Schlussfolgerungen? Welche Faktoren sind für das Auftreten einer extremen Witterung von Bedeutung?

Ein Beispiel: Extreme Neuschneemengen im Drautal im Februar 2014

Der Winter 2013/2014 geht als der zweit-wärmste Winter in der 247-jährigen Messgeschichte der ZAMG ein. Die Temperatur lag um 2,7° Celsius über dem langjährigen Mittel für Österreich. Diese extreme Temperaturabweichung spiegelt die aktuelle Entwicklung eines sich erwärmenden globalen Klimas deutlich wieder. Auch in Kärnten wurde im Jänner/Februar die höchste Temperatur seit dem Jahr 1961 gemessen. Gleichzeitig fiel in Kärnten aber auch die vierfache! Niederschlagsmenge im Vergleich zu einem durchschnittlichen Winter.

Als besonders extreme Tage fallen der 30. und 31. Jänner 2014 auf, wo im Drautal eine sagenhafte Neuschneemenge von 130 cm innerhalb von 48 Stunden vom Himmel fiel, wie auf dem Foto zu sehen ist. Auf der anderen Seite der Alpen waren die Witterungsverhältnisse hingegen sehr gegensätzlich. Auf der Alpennordseite wurde einer der trockensten Winter überhaupt verzeichnet, die Niederschlagsmenge erreichte gerade mal 50% und in Tirol und Vorarlberg fielen in tiefen Lagen gar nur 30% der ansonsten üblichen Neuschneemengen.

Dieses Beispiel zeigt wie komplex das Klima im Alpenraum sein kann, insbesondere bei extremen Ereignissen. Die Ursachen und Besonderheiten des Auftretens von diesem und anderen Extremereignissen werden im Rahmen des Vortrages „Klima extrem“ leicht verständlich präsentiert und erklärt. Das Foto zeigt die enorme Schneedecke von 150 cm in Dellach im Drautal am 1. Februar 2014, Bildquelle: ZAMG/Hohenwarter

Text: Mag. Michael Hofstätter

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