Flotte Wildbienen

© Natur im Garten, Foto: Alexander Haiden
Eine Wildbiene tummelt sich im zeitigen Frühjahr auf
einem Weidenkätzchen, Foto © Natur im Garten / J. Brocks
Wildbienen sind zumeist Einzelgänger, das heißt, viele Arten leben solitär und bilden keine Staaten. Sie sind wichtige Bestäuber und fliegen mitunter schon bei niedrigeren Temperaturen als die Honigbienen. Ohne ihnen würde viele Obstbäume keine Früchte tragen.
Wildbienen werden durch ein vielfältiges Angebot an heimischen und ungefüllten Blütenpflanzen in den Garten gelockt. Optimal wäre ein lückenloses Blütenangebot vom Frühjahr bis zum Herbst. Eine Kombination aus Blumenwiesen, Staudenbeeten, einem Kräuterrasen, (Obst-)Bäumen und Sträuchern trägt dazu bei.

Nisthilfen


In einem geschützen Nistkasten verbringen die Wildbienen
den Winter Foto © Natur im Garten / A. Haiden
Wildbienen nisten je nach Lebensweise zum Beispiel in Hohlräumen (Pflanzenstängel, morsches Holz, Schneckengehäuse) oder nutzen offene Boden- oder Steilflächen für ihre Nistgänge.
Ein Nützlingshotel, befüllt mit hohlen Stängeln von Schilf oder Stauden und Hartholzklötzen mit Bohrlöchern, bietet einigen Wildbienenarten eine künstlich geschaffene Möglichkeit zur Eiablage.
Der Standort entscheidet über die spätere Besiedelung, Nützlingshotels für Wildbienen sollten daher sonnig und wettergeschützt angebracht werden.
Alternativ dazu können die Stängel auch in Blechdosen gefüllt werden. Wichtig ist, dass diese leicht schräg aufgehängt werden, damit sie nicht feucht werden. Die Stängel werden auf 10 bis 20cm eingekürzt und mit den Knoten nach hinten in das Nützlingshotel oder die Blechdosen gelegt.
Ein Nützlingshaus aus Dosen ist schnell selbst hergestellt und kann
nach Belieben gestalten werden, Foto © Natur im Garten / S. Kropf
Auch aus Ton lassen sich attraktive Nisthilfen modellieren. In den Ton werden Löcher mit einem Durchmesser von 2 bis 8mm gebohrt und die Ränder anschließend gesäubert. Wird der Ton gebrannt, können die Objekte anschließend zum Beispiel in Obstbäumen aufgehängt werden, ansonsten ist ein Regenschutz erforderlich.

Wie kann man den Wildbienen noch helfen?

Ein ausreichendes Blütenangebot ist wichtig für die Ernährung
der erwachsenen Wildbienen, Foto © Natur im Garten / A. Haiden
Bieten Sie kleine Entnahmestellen für feuchten Lehm oder Sand an, den die Tiere zum
Nistbau verwenden können.
Achten Sie auf ein ausreichend großes Angebot an ungefüllten Blüten.
Natürliche Niströhren finden Wildbienen und andere Insekten in den hohlen Stängeln von Stauden und Gräsern. Deshalb sollte das Abräumen der Staudenbeete nicht im Herbst stattfinden, sondern nützlichen Tieren zuliebe auf das Frühjahr verschoben werden.
Deshalb sollten auch die Röhren in den Nützlingshotels nicht ausgeputzt und gesäubert werden, da die Tiere darin überwintern.
Weitere Informationen gibt es beim
„Natur im Garten“ Telefon 02742/74 333
und unter
www.naturimgarten.at

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